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Glossar

Begriffe in alphabetischer Reihenfolge

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© Cristina Fumi – Fotolia.com
Code of Conduct (COC):
Freiwilliger Verhaltenskodex mit dem Ziel, dass Verhaltensmuster eingehalten bzw. unterlassen werden.
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Corporate Citizenship (CC): Meint in erster Linie bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen, das sich durch zivilgesellschaftliche Aktivitäten wie Spenden oder der Gründung von Unternehmensstiftungen im lokalen, nationalen und globalen Umfeld auszeichnet. CC ist ein Teilbereich von CSR.
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Corporate Governance: Gestaltung der Gesamtheit der Beziehungen zwischen dem Management, dem Aufsichtsrat, den Anteilseignern und den anderen Stakeholdern eines Unternehmens. Die Corporate Governance gibt auch eine Struktur vor, in deren Rahmen die Unternehmensziele, die Mittel zur Erreichung dieser Ziele und die Überwachung der Unternehmensleistung festgelegt bzw. geregelt werden (OECD-Kodex – 1999).
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Ethikaudit: Prüfung von Investitionsentscheidungen nach nichtfinanziellen ethischen Kriterien.
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Ethischer Handel: Handel mit dem Ziel, in den konventionellen Produktionsketten für Bedingungen zu sorgen, die grundlegende Mindeststandards erfüllen, sowie die schlimmsten Formen der Ausbeutung, wie etwa Kinderarbeit, Zwangsarbeit und die so genannten „Sweatshops“, auszurotten. Die Gütesiegel-Kriterien für ethischen Handel stützen sich im Allgemeinen auf einschlägige IAO-Übereinkommen.
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Fairer Handel: Definiert als Alternative zum herkömmlichen internationalen Handel. Konkret handelt es sich um Handelspartnerschaften, die eine nachhaltige Entwicklung ausgegrenzter und benachteiligter Produzenten fördern. Dies geschieht durch bessere Handelskonditionen, Sensibilisierung und Kampagnen. Die Kriterien für fair gehandelte Waren sind von Produkt zu Produkt unterschiedlich: z. B. garantierte Preise, Vorfinanzierung und direkte Bezahlung der Erzeuger oder deren Genossenschaften.
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Global Compact: Wurde als eine weltweite Allianz zwischen den Vereinten Nationen und der Privatwirtschaft auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vom damaligen Generalsekretär der UN, Kofi Annan, begründet. Der Global Compact versteht sich als ein Dialog- und Lernforum für Unternehmen, das den Austausch über die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, deren Vernetzung und die Förderung von sozialem und gesellschaftlichem Engagement zum Ziel hat.
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Internationalen Arbeitsorganisation (IAO): Die Grundsatzerklärung der IAO stellt einen internationalen Konsens zwischen Regierungen, Gewerkschaften und Unternehmensverbänden dar. Die Erklärung, die 1977 verabschiedet wurde und seit 2006 in einer revidierten Fassung vorliegt, formuliert umfassende Anforderungen an multinationale Unternehmen im Bereich Arbeits- und Sozialstandards.
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Menschenrechte: basieren auf der Anerkennung der Menschenwürde und den gleichen, unveräußerlichen Rechten aller Menschen als Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt. Definiert sind sie in der Erklärung der Menschenrechte aus dem Jahr 1948. Auf EU-Ebene gilt Artikel 6, EU-Vertrag: Die Europäische Union „beruht auf den Grundsätzen der Freiheit, der Demokratie, der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten sowie der Rechtsstaatlichkeit; diese Grundsätze sind allen Mitgliedstaaten gemeinsam.“ Die Europäische Menschenrechtskonvention des Europarates ist in allen Mitgliedstaaten rechtsverbindlich.
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Monitoring: Prozess der regelmäßigen Erhebung von Informationen, um die Einhaltung bestimmter Kriterien zu kontrollieren.
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OECD-Leitsätze: die Empfehlung von Regierungen an Unternehmen für verantwortliches Handeln. Sie sind in zehn Kapitel untergliedert, die Bezug auf internationale Vereinbarungen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder die ILO-Kernarbeitsnormen nehmen. Ziel ist die Förderung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung sowie des Vorsorgeprinzips.
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Ökoaudit: Prüfung von Investitionsentscheidungen nach nichtfinanziellen ökologischen Kriterien.
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Ökoeffizienz: ein Konzept, das eine sinnvollere Ressourcennutzung die Umweltbelastung vermindert und Kosten senkt.
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Sozialaudit: systematische Bewertung der Sozialleistung einer Organisation in Bezug auf Standards und Erwartungshaltungen.
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Sozialgütesiegel/Gütesiegel (social label): Textangaben und bildliche Angaben auf Produkten, die die Kaufentscheidungen der Verbraucher beeinflussen wollen durch Zusicherungen in Bezug auf die sozialen und ethischen Auswirkungen einer Geschäftstätigkeit auf andere Stakeholder.
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Stakeholder: Einzelpersonen, Gemeinschaften oder Organisationen, die die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens beeinflussen oder von ihr beeinflusst werden. Es gibt interne Stakeholder (z. B. Belegschaft) und externe Stakeholder (z. B. Kunden, Zulieferer, Anteilseigner, Investoren, lokale Gemeinschaften).
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Triple bottom line: Konzept, das davon ausgeht, dass die Gesamtleistung eines Unternehmens daran gemessen werden sollte, in welchem Maße sie zu wirtschaftlichem Wohlstand, Umweltqualität und Sozialkapital beiträgt.
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Verhaltenskodex: eine formelle Erklärung zu den Werten und Aktivitäten eines Unternehmens, vielfach auch dessen Zulieferer. Ein Kodex gibt Mindeststandards vor in Verbindung mit einer Verpflichtung des Unternehmens, diese Standards einzuhalten und auch von Vertragsunternehmen, Nachunternehmern, Zulieferern und Lizenznehmern deren Einhaltung zu verlangen. Kodizes können sehr komplex sein und die Einhaltung abgeleiteter Standards erfordern; vielfach sind auch die Durchführungsmechanismen kompliziert.
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Verantwortungsvolles Unternehmertum: ein Konzept der Vereinten Nationen, das die Rolle der Unternehmen in der nachhaltigen Entwicklung herausstreicht. Kernaussage: Unternehmen können ihre Tätigkeit so ausüben, dass sie das Wirtschaftswachstum fördern, die Wettbewerbsfähigkeit steigern und gleichzeitig umweltbewusst und sozial verantwortlich handeln.

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Quellen: EU-Kommission: „Grünbuch – Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen“, Brüssel 2001; BMAS: www.csr-in-deutschland.de

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